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Kinder mit ausgestreckten Armen
 

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Schulprogramm

Inhalt

       Vorwort
1.    Unser Schulstandort stellt sich vor
2.    Pädagogische Leitlinien und Schwerpunkte unseres Standortes
2.1. Unser pädagogischer Rahmen
2.2. Vernetzung
3.    Übersicht: Das Schuljahr
4.    Unsere Ziele
4.1. Gemeinsame Ziele
4.2. Standortgebundene Ziele
5.    Überprüfung der gesetzten Ziele
6.    Impressum 

Vorwort

Seit dem 01.02.2012 besteht durch die Zusammenlegung der beiden kleinen Grundschulen in den Gemeinden Herzhorn und Kollmar die Schule am Deich mit gemeinsamer Organisationsstruktur. Sie gehört dem Schulverband Glückstadt an. Durch die Fusion ist einerseits eine Neuausrichtung der Organisationsstrukturen nötig, gleichzeitig nutzen wir seither aktiv die sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Chancen, pädagogische Strukturen zu überprüfen, und, wenn sinnvoll, zu vereinheitlichen und den neuen Gegebenheiten anzupassen. 

Das vorliegende Schulprogramm zeigt Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit auf. 

Unser Mitarbeiterteam umfasst aktuell zehn Lehrkräfte, zwei Förderschullehrer, eine Schulsozialarbeiterin, eine Schulassistentin, zwei Sekretärinnen und einen Hausmeister, der beide Standorte betreut.

Bislang werden folgende, die Schulorganisation betreffende Aktivitäten standort-übergreifend und gemeinschaftlich betrieben: 

  • Konferenzen
  • Schulentwicklungstage
  • Fortbildungen
  • Zeugnisse und Förderpläne
  • Vertretung bei Krankheit
  • Regeln des sozialen Miteinanders
  • Schulprogramm
  • Sportfeste
  • plattdeutscher Lesewettbewerb
  • Theaterbesuche 

Ziel und gleichzeitig Herausforderung ist es jetzt und zukünftig, in der Schule am Deich einerseits gemeinsames Arbeiten standortübergreifend neu zu organisieren und zu optimieren, andererseits aber weiterhin die Besonderheiten eines jeden Standortes mit seinen eigenen Traditionen und Funktionen innerhalb des Dorfes zu wahren und zu pflegen.

1. Unser Schulstandort stellt sich vor

Am Schulstandort Herzhorn werden zur Zeit (Stand 011/2015) 90 Kinder in vier Klassen unterrichtet.

Das Einzugsgebiet umfasst die Gemeinden Herzhorn, Engelbrechtsche Wildnis, Gehlensiel und Teile der Blomeschen Wildnis. Außerdem besuchen Kinder aus Borsfleth und Glückstadt als Gastschüler unsere Schule. Etwa ein Drittel der Schülerinnen und Schüler sind Fahrschüler und werden mit einem Schulbus von ihrem Zuhause abgeholt bzw. mittags dorthin zurückgebracht. 

Die Schule ist verlässlich. Das bedeutet, dass alle Erst- und Zweitklässler täglich von 8.00 bis 11.55 Uhr und alle Dritt- und Viertklässler  von 7.45 bis 12.50 Uhr unterrichtet werden. Diese Zeiten sind für die Schule bindend und schaffen Planungssicherheit für die Eltern.

Nach dem Unterricht haben die Kinder nach Absprache bzw. Anmeldung die Möglichkeit, die Grundschulbetreuung in Anspruch zu nehmen. Dort können sie auch ein Mittagessen einnehmen. 

Der Schulstandort Herzhorn verfügt über: 

  • 5 Klassenräume
  • 2 Nebenräume für die Arbeit in kleineren Gruppen
  • 1 kleinen Raum für die Förderung einzelner Kinder
  • 1 Sporthalle
  • 1 PC-Raum mit 12 Computern
  •  Laptops für den mobilen Einsatz
  • 1 Küche
  • 1 Raum für die Schulsozialarbeit 

2. Pädagogische Leitlinien und Schwerpunkte unseres Standortes

Wir wollen fachspezifische Fertigkeiten und Wissen, Arbeitstechniken und Techniken zur Wissensaneignung vermitteln, um unsere Schüler und Schülerinnen auf die Notwendigkeit des lebenslangen Lernprozesses vorzubereiten. Darüber hinaus  haben wir uns folgende pädagogische Schwerpunkte gesetzt: 

  • Wertschätzung
    Grundsätzliches Ziel der Erziehungs- und Bildungsarbeit an unserem Schulstandort ist es, den wertschätzenden und zugewandten Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander und damit ihre Hilfsbereitschaft zu fördern. 
  • Verantwortung
    Wir wollen die Freude und Neugier der Kinder auf das vor ihnen liegende Leben mit seinen vielfältigen Facetten wecken und sie dazu befähigen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. 
  • Rituale und Traditionen
    Darüber hinaus ist es uns wichtig, Rituale und Traditionen zu pflegen. Diese geben Sicherheit und Orientierung in einer sich im steten Wandel befindlichen Welt. 
  • Kooperation
    Am Standort Herzhorn arbeiten wir intensiv mit der Kindertagesstätte, der Kirche und dem Sportverein zusammen. 

Wir sind uns bewusst, dass diese pädagogischen Leitlinien kontinuierlich weiterentwickelt und dem Wandel gesellschaftlicher Strukturen angepasst werden müssen.

2.1. Unser pädagogischer Rahmen

Als kleiner Schulstandort  fällt es uns leicht, den individuellen Besonderheiten jeder Schülerin und jedes Schülers gerecht zu werden. Jedes Kind ist anders. Deshalb sind unsere Strukturen nach der Prämisse ausgerichtet, diesem Umstand optimal gerecht zu werden. 

  • Unterrichtsorganisation

    Flexible Eingangsphase:
    Der Besuch der ersten beiden Klassenstufen ist über 1, 2 oder 3 Jahre möglich. Die Entscheidung hierüber kann jederzeit gemeinsam mit den Eltern besprochen werden. Eine Verlängerung bzw. Verkürzung der Verweildauer ist zunächst auch fächerweise möglich.
    Die Klassen 1 und 2 sowie die Klassen 3 und 4 lernen in den Nebenfächern jahrgangsübergreifend.

    Lernzeiten:
    Zeit Tag Pause
    8.00-8.45 1. Stunde  
    8.45-9.05 Morgenkreis und Pause 20 Min.
    9.05-9.50 2. Stunde  
    9.50-10.10 Pause 20 Min.
    10.10-10.55 3. Stunde  
    10.55-11.00 Pause 5 Min.
    11.00-11.45 4. Stunde  
    11.45-11.55 Pause 10 Min.
    11.55-12.40 5. Stunde  
    12.40-13.25 6. Stunde  



  • Soziales Lernen
    Soziales Lernen findet in unserer Schule auf Basis gegenseitiger Achtung und gegenseitigen Vertrauens statt.

    Teamfähigkeit durch Patenschaften:
    Die Teamfähigkeit unter den Schülerinnen und Schülern wird nicht nur im Unterricht durch Zusammenarbeit und gegenseitiges Helfen gestärkt, sondern besonders auch durch Patenschaften zwischen älteren und jüngeren Kindern.

    Jahrgangsübergreifendes Arbeiten:
    In den Klassen 3 und 4 findet neben anderen Unterrichtsformen auch jahrgangsübergreifendes  Projektarbeiten statt.
    Arbeitsgemeinschaften werden generell jahrgangsübergreifend angeboten.

    Morgenkreis:
    Der Morgenkreis in den Klassenstufen 1 und 2 und die Klassenlehrer-stunden in den Klassenstufen 3 und 4 werden nicht nur dazu genutzt, um sich u. a. auszutauschen, Geburtstage zu würdigen und gemeinsam zu frühstücken, sondern sind auch Teil unserer Gewalt- und Suchtprävention.

    Pausengestaltung:
    Die Möglichkeit, während einiger Pausen in den Klassenräumen zusammenbleiben zu dürfen und dort z. B. zu spielen, zu lesen oder zu malen, dient als zusätzliche sozialintegrative Förderung. 
  • Leistungsbewertung
    Die Leistungsbewertung ist nach Klassenstufen unterschiedlich:
    In den Klassenstufen 1 und 2 wird zu jedem Halbjahr ein tabellarisches Zeugnis ausgegeben. In der Klassenstufe 1 erhalten die Schülerinnen und Schüler zusätzlich ein kindgerechtes Bärchenzeugnis.
    In den Klassenstufen 3 und 4 wird ein Notenzeugnis mit ergänzenden Bemerkungen zur Selbst-, Sozial-, Sach- und Methodenkompetenz in tabellarischer Form erteilt.
    Die Zeugnisausgabe erfolgt in einem persönlichen Kind-Lehrer-Elterngespräch.
                                                                           
  • Fördern und Fordern
    Die beiden Unterrichtswerke Einstern und Einsterns Schwester ermöglichen eine Binnendifferenzierung des Unterrichts und fördern das selbstständige Arbeiten der Kinder, so dass diese je nach ihrem persönlichen Lerntempo und ihrer Fähigkeit lernen können.
    Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler durch das Online-Portal Antolin zum Lesen angeregt und hierin gefördert. Durch den Einsatz des PC-Programms Lernwerkstatt vertiefen die Kinder ihre im Unterricht erworbenen Kenntnisse.
    Im geteilten Unterricht besteht die Möglichkeit, differenziert auf das unterschiedliche Leistungsniveau mit Förder- und Forderstunden einzugehen.
    Die Viertklässler werden innerhalb des Projekts Zisch (Zeitung in der Schule) in ihrer Medien-, Lese- und Schreibkompetenz gefördert und gefordert.
    Die beiden Förderschullehrer beraten und unterstützen in enger Zusammenarbeit die Lehrkräfte in der Planung und Umsetzung des Unterrichts.                          
  • Gesundheitsförderung
    Am Schulstandort Herzhorn findet Gesundheitsförderung als unterrichtlicher Inhalt statt (u. a. durch das Programm Klasse 2000 unter der Federführung des Gesundheitsamtes).
    Das gemeinsame Frühstück schafft ein von Nähe und Vertrauen geprägtes Zusammenleben, das auf Gemeinschaftsgefühl und Gesundheit ausgelegt ist.                                                                                                                                                                                 
  • Offenes Haus für Eltern
    Wir wünschen uns eine enge Zusammenarbeit von Schülern, Eltern, Lehrkräften und mit der Schule vernetzten Institutionen.
    Deshalb steht es Eltern grundsätzlich offen, nach Absprache Unterrichts-stunden ihrer Kinder beizuwohnen.
    Elterngespräche können jederzeit vereinbart werden.
                                                                     
  • Intensiver Austausch innerhalb des Kollegiums
    Neben den allgemeinen Konferenzen finden zusätzlich regelmäßige Gesprächstermine der Lehrkräfte statt.

2.2. Vernetzung

Wir verstehen unsere Arbeit in der Schule als kooperatives und vernetztes Handeln zum Wohle des Heranwachsenden. Je intensiver Kinder, Lehrkräfte, Eltern und umgebende Institutionen und Vereine zusammenarbeiten, desto effektiver wird sich dies auf die positive Entwicklung der Kinder auswirken. 

  • Kooperation mit den Eltern
    Die Eltern können an den Lehrerkonferenzen mit beratender Stimme teilnehmen. Sie werden bei schulischen Gestaltungsprozessen gern gehört. Ihre Mitgestaltung unterschiedlicher schulischer Aktivitäten (z.B. Projektwoche, Kinderfest, Arbeitsgemeinschaften, Einschulungsfeier) wird ausdrücklich begrüßt und ist unverzichtbar.

  • Kooperation mit der ev. Kindertagesstätte St. Annen in Herzhorn
    Vor den Sommerferien werden die zukünftigen Erstklässler zu einem Schnuppertag eingeladen.
    Die zukünftige Klassenlehrerin der 1. Klasse besucht die Kindertagesstätte vor den Sommerferien.
    Mit Einverständnis der Eltern werden vor und nach der Einschulung ausführliche und wiederholte Gespräche zwischen Schule und Kindertagesstätte geführt.                                                                                                                                                                
    Zu Festen und Vorführungen laden sich die beiden Einrichtungen gegenseitig ein.
             
  • Kooperation mit dem Förderzentrum
    Zu Beginn des 1. Schuljahres erfolgt ein Beobachtungsverfahren zum Erfassen der individuellen Lernvoraussetzungen der Schulanfängerinnen und Schulanfänger (Mirola).
    In den Klassenstufen 1 und 2 werden die Kinder durch Förderschullehrkräfte begleitend gefördert.
    Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten vor Ort spezielle Förderstunden durch Förderschullehrkräfte.


  • Tandemteam
    Die Kinder begegnen uns nicht nur mit einer Vielzahl von Stärken, sie haben oft auch unterschiedliche Probleme, die sie teilweise am Lernen und sozialen Miteinander hindern. Um diesen Herausforderungen möglichst umfassend gerecht zu werden, gibt es ein Team, das bestehend aus einer Förderschul-lehrkraft, der Schulsozialarbeiterin und einer Grundschullehrkraft besteht. In gemeinsamer Absprache wird nach Möglichkeiten gesucht, jedem Kind die bestmögliche Hilfe bei der Bewältigung der individuellen Probleme zu bieten.

  • Kooperation mit den weiterführenden Schulen
    Innerhalb des ersten Schuljahres der Jahrgangsstufe 5 erfolgt ein Erfahrungsaustausch zwischen der bisherigen Klassenleitung (Grundschule) und den Kolleginnen und Kollegen der weiterführenden Schulen.
    Für die Eltern der Viertklässler findet ein Informationsabend der weiterführenden Glückstädter Schulen statt.  
                                              
  • Kooperation mit der Kirche                                                                                                                                                              
    Die Einschulungsfeier und kirchliche Feste werden gemeinsam gestaltet.
    An der musikalischen Ausgestaltung der Seniorenweihnachtsfeier sind unsere Schulkinder beteiligt.                                                                                                                                                                                                                                                                         
    Die Kirchengemeinde St. Annen ermöglicht uns die gelegentliche Nutzung des Gemeindehauses.


  • Kooperation mit Sportvereinen                                                                                                                                                        
    Die Trainer der Sportvereine leiten die Ballspiel- und die Judo-AG der Erst- und Zweitklässler sowie die Handball-AG der Dritt- und Viertklässler. Letztere nehmen jedes Jahr am Holcim-Cup teil.                                                                                                                
  • Kooperation mit der Bücherei: Bücherbus                                                                                                                                        
    Der Bücherbus kommt alle drei Wochen auf das Schulgelände und stellt jeder Klasse Bücherkisten zur Verfügung. Außerdem haben die Schülerinnen und Schülern dabei die Möglichkeit zur privaten Ausleihe.

3. Übersicht: Das Schuljahr

      
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Übersicht: Das Schuljahr



4. Unsere Ziele

  • Der fachliche und pädagogische Austausch der einzelnen Lehrkräfte innerhalb der Fachkonferenzen und der Parallelklassen soll beibehalten werden.
  • Es sollen gemeinsame Projekte und Unterrichtsinhalte (z. B. Plattdeutscher Lesewettbewerb) erhalten bleiben.
  • Die Durchführung und die Ergebnisse des Beobachtungsverfahrens zum Erfassen der Lernvoraussetzungen der Schulanfängerinnen und Schulanfänger (Mirola) sollen evaluiert werden.
  • Das Schulbegleitprojekt „Niemanden zurücklassen“ soll mit den Projekten „Lesen macht stark“ und „Mathe macht stark“ auch weiterhin zur Diagnostik zur Verfügung stehen.
  • Die Konfliktbewältigungsstrategien „Tiger“ und „SAM“ sollen fortlaufend umgesetzt werden.
  • In der Jahrgangsstufe 3 sollen Konfliktlotsen ausgebildet werden, die als Ansprechpartner auf dem Schulhof bei Streitigkeiten Hilfen bieten.

5. Überprüfung der gesetzten Ziele

Auf der ersten Schulkonferenz eines jeden Schuljahres werden die gesetzten Ziele evaluiert und angepasst.

6. Impressum

Schule am Deich
Standort Herzhorn
Hinterstraße 3
25379 Herzhorn                       

Telefon 04124 3941
Fax 04124 609705
Mail grundschule.herzhorn@schule.landsh.de

Das Schulprogramm der Schule am Deich – Standort Herzhorn wurde in Zusammenarbeit von Schulleitung, Kollegium und Elternvertretern überarbeitet und in dieser Fassung auf der Schulkonferenz am 12.06.2019 verabschiedet.