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Kinder mit ausgestreckten Armen
 

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Schulprogramm

Inhalt

1.          Vorwort
2.          Unser Schulstandort stellt sich vor
2.1.       Vernetzung mit angeschlossenen und außerschulischen Institutionen
2.1.1     Zusammenarbeit mit der Betreuten Grundschule Kollmar e.V.
2.1.2     Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der Schule in Kollmar e.V.
2.1.3     Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Steinburg Süd-West
2.1.4     Zusammenarbeit mit dem Schulsozialdienst
2.1.5.    Zusammenarbeit mit der Schulassistentin
2.2.       Unser pädagogischer Auftrag
3.          Die Leitlinien und unsere Schwerpunkte für das Schulprogramm
3.1.       Leitlinie I - Die Schule als Lern- und Erfahrungsraum
3.1.1.    Vermittlung von Werten und Kompetenzen
3.1.1.1.  Ziele für die Entwicklung der Persönlichkeitsstruktur der Kinder und für ein soziales
             Miteinander
3.1.2.    Unser Unterricht
3.1.3.    Zusammenarbeit zwischen Kollegium, Schulleitung und Eltern
3.1.4.    Überprüfbarkeit / Evaluation
3.2.       Leitlinie II - Gesundheitserziehung
3.2.1.    Gesundheitserziehung am Standort Kollmar
3.2.2.    Umsetzung
3.2.3.    Überprüfbarkeit / Evaluation
3.3.       Jahresplan - Höhepunkte in unserem Schuljahr
4.          Ziele
4.1.       Gemeinsame Ziele beider Standorte
4.2.       Unsere Ziele für den Standort Kollmar
5.          Impressum

1. Vorwort

Seit dem 01.02.2012 besteht durch die Zusammenlegung der beiden kleinen Grundschulen in den Gemeinden Herzhorn und Kollmar die Schule am Deich mit gemeinsamer Organisationsstruktur. Sie gehört dem Schulverband Glückstadt an. Durch die Fusion ist einerseits eine Neuausrichtung der Organisationsstrukturen nötig, gleichzeitig nutzen wir seither aktiv die sich aus der Zusammenarbeit ergebenden Chancen, pädagogische Strukturen zu überprüfen, und, wenn sinnvoll, zu vereinheitlichen und den neuen Gegebenheiten anzupassen. 

Das vorliegende Schulprogramm zeigt Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit auf. 

Unser Mitarbeiterteam umfasst aktuell zehn Lehrkräfte, zwei Förderschullehrer, eine Schulsozialarbeiterin, eine Schulassistentin, zwei Sekretärinnen und einen Hausmeister, der beide Standorte betreut.

Bislang werden folgende, die Schulorganisation betreffende Aktivitäten standortübergreifend und gemeinschaftlich betrieben: 

  • Konferenzen
  • Schulentwicklungstage
  • Fortbildungen
  • Zeugnisse und Förderpläne
  • Vertretung bei Krankheit
  • Regeln des sozialen Miteinanders
  • Schulprogramm
  • Sportfeste
  • plattdeutscher Lesewettbewerb
  • Theaterbesuche 

Ziel und gleichzeitig Herausforderung ist es jetzt und zukünftig, in der Schule am Deich einerseits gemeinsames Arbeiten standortübergreifend neu zu organisieren und zu optimieren, andererseits aber weiterhin die Besonderheiten eines jeden Standortes mit seinen eigenen Traditionen und Funktionen innerhalb des Dorfes zu wahren und zu pflegen.

2. Unser Schulstandort stellt sich vor 

Der Standort Kollmar der Schule am Deich liegt sehr idyllisch, nur wenige Meter hinter dem Elbdeich. Ein direkter Zugang zum Deich in kurzer Entfernung ermöglicht die Nutzung des Deiches und des Deichvorlandes mit seinem Strand und dem Schilfgürtel. Dem Schulgebäude sind Schulhof, eine große Sporthalle und ein Sportplatz mit Sprunggrube und Laufbahn direkt angegliedert.
Angrenzend an den Schulhof befindet sich ein Raum, in dem die Kinder durch den in Eltern-initiative gegründeten Betreuungsverein „Betreute Grundschule e.V.“ nach dem Unterricht betreut werden, sowie der evangelische Kindergarten De Strandlöper“. Eine Kindergarten-gruppe ist außerdem direkt im Schulgebäude  untergebracht.
Durh die besondere Lage des Standortes ist ein großes Einzugsgebiet, das von der Stadtgrenze Glückstadts bis zur Grenze des Kreises Pinneberg reicht, an der Grundschule interessiert. Aus diesem Grunde bieten wir eine Schulbeförderung durch einen Schulbus an.

Der Standort Kollmar ist eine 1-zügige Halbtagsschule. Seit Schuljahresbeginn 2015/2016 besuchen 57 Schülerinnen und Schüler unseren Schulstandort.

An unserer Schule gibt es zwei Klassen, die Elbklasse setzt sich zusammen aus den Jahrgangsstufen 1 und 2, die Deichklasse aus den Jahrgangsstufen 3 und 4. Außer in einigen Nebenfächern werden die Schüler auch in den Fächern Deutsch und Mathematik in einigen Stunden jahrgangsübergreifend unterrichtet. in diesen Stunden findet der Unterricht stark ritualisiert statt. Diese Stunden beginnen immer mit einem Rechtschreib- und Kopfrechentraining. Daran schließt sich eine Übungsphase mit Inhalten aus dem aktuellen Unterrichtsstoff an.
Mit Blick auf die Kontingentstundentafel[1] findet monatlich ein thematisch festgelegter Projekttag statt.
Der jahrgangsübergreifende Unterricht ermöglicht es uns, auf Vertretungssituationen flexibler reagieren zu können. Neben der Zusammenlegung von Lerngruppen sind auch die Chaosmappe und die Wochenplanarbeit Garanten für einen effektiven Unterricht.
Es ist uns möglich jahrgangsübergreifenden Unterricht flexibel zu gestalten, da wir über ausreichend räumliche Kapazitäten verfügen:

  • zwei Räume für jahrgangsübergreifenden Unterricht
  • vier Räume für jahrgangsgebunden Unterricht
  • einen Technikraum
  • einen Medienraum (inkl. 14 PCs, Schülerbücherei, TV und Beamer)
  • umfangreiche Ausstattung an Musikinstrumenten
  • eine große, moderne Sporthalle und einen, an den Schulhof angrenzenden, Sportplatz
  • einen Raum für die Schulsozialarbeit
Die Anwesenheitszeit der Kinder aus Jahrgangstufe 1 und 2 ist täglich von 8.00 Uhr bis 11.50 Uhr und für die Kinder aus Jahrgangsstufe 3 und 4 täglich von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr.
Unterrichts- und Pausenzeiten:

1. Block

08.00 – 09.00 Uhr

15 min Pause

Morgenkreis

09.00 – 09.20 Uhr

2. Block

09.35 – 10.35 Uhr

15 min Pause

3. Block

10.50 – 11.50 Uhr

15 min Pause

4. Block

12.05 – 13.00 Uhr

 

 

Unterrichtsschluss

 

Im Anschluss ist eine Betreuung auf dem Schulgelände durch den Verein „Betreute Grundschule e.V.“ (s. S. 5) möglich, bei dem auch ein Mittagessen bestellt werden kann.

Unsere Schulsekretärin Frau Paulsen ist in der Regel zu folgenden Zeiten zu erreichen:
Mo.+ Di.: 11.00 Uhr bis 13.30 Uhr
Mi.+ Do.:   7.30 Uhr bis 11.00 Uhr
Fr. :         10.30 Uhr bis 12.30 Uhr


[1] In der Kontingentstundentafel steht, wie viele Stunden jedes Fach mindestens unterrichtet
     werden muss. Dies wird vom Ministerium vorgegeben.

2.1. Vernetzung mit angeschlossenen und außerschulischen Institutionen

Der Schulstandort Kollmar ist vernetzt mit:

  • den Kindertagesstätten in Kollmar und Neuendorf
  • dem Sportverein
  • der Fahrbücherei („Bücherbus“)
  • der Kirchengemeinde Kollmar/Neuendorf
  • den Gemeinden Kollmar und Neuendorf
  • den Schulen des Schulverbandes Glückstadt

Kooperationen bestehen mit:

  • dem Förderzentrum Süd-West
  • dem Schulpsychologen
  • dem Jugendamt des Kreises Steinburg

 

2.1.1 Zusammenarbeit mit der Betreuten Grundschule Kollmar e.V.

Seit Schuljahresbeginn 2001 / 2002 existiert am Schulstandort Kollmar eine durch Elterninitiative im Rahmen eines Vereins verwaltete „Betreute Grundschule e.V.“.
Diese Einrichtung befindet sich auf dem Schulgelände und wurde dort von vielen „helfenden Elternhänden“ liebevoll eingerichtet.

Betreute Grundschule e.V.

1. Vorsitzender:
Stephan Grube
Tel.04128 / 94 17 39

Betreuungszeiten:
Mo, Mi und Fr 11.45 – 14.30 Uhr
Di und Do       11.45 – 15.00 Uhr

Die Betreuerinnen Gisela Springer-Pich und Uschi Kardel erreichen Sie während der Betreuungszeiten unter 0160 / 91 71 30 47.
 

 

2.1.2 Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der Schule in Kollmar

Finanziell wird die Schule von unserem Förderverein großzügig unterstützt. Nur so ist es möglich, über das zwingend Notwendige hinaus Spiele sowie Lernmaterialien und Arbeitsutensilien zur Verbesserung der Schulsituation anzuschaffen wie z. B.

  • Fahrzeuge und Spielzeuge für die Pausen
  • Instrumente für den Musikunterricht
  • Experimentierkästen

Verein der Freunde und Förderer der Schule in Kollmar e.V.

Ansprechpartner:
Vorsitzende: Simone Fuhrmann
Kassenwart: Melanie Meinert 
Für das Kollegium: Vivian Steinweller

 

2.1.3 Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Süd-West

Prävention:
Präventive Maßnahmen sollen dazu beitragen, Lernbeeinträchtigungen aufzufangen, die durch die Maßnahmen der Grundschule nicht abgedeckt werden können. So soll in Kooperation mit der Grundschule in Kollmar ein umfassendes Lernversagen verhindert werden.

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler in der Eingangsphase der Grundschule und in der nebenan liegenden Kindertagesstätte Kollmar
Grundsätzlich gilt: Die präventive Maßnahme ist am aktuellen Bedarf orientiert und wird individuell auf das Kind abgestimmt. Das bedeutet eine flexible Kombination aus dem unten aufgeführten Spektrum der Unterstützung.
Die Basis für die Durchführung der schulischen Prävention bildet eine diagnostische Hospitationsphase zu Beginn des Schuljahres, ein regelmäßiger Austausch über die zu fördernden Kinder und die durchgeführten Fördermaßnahmen am Kind.
In den Jahrgängen 3 und 4 betrifft die sonderpädagogische Arbeit schwerpunktmäßig die Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf (Lernen, Sprache, emotional- soziale Entwicklung, Autismus).

Spektrum der Unterstützung:
  • individualisierte Förderung in den Basisqualifikationen des Schriftspracherwerbs und der mathematischen Einsichten
  • Sprachförderung für Kinder mit Auffälligkeiten in den Bereichen Kommunikation, Semantik, Grammatik und Aussprache
  • Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung
  • Förderung in den Bereichen Sozial-, Lern- und Arbeitsverhalten
  • Beratung der Lehrkräfte
  • Beratung der Eltern
  • Hinweise auf Materialien
  • Hinweise auf außerschulische Hilfen, Weiterempfehlung an Fachleute
  • Diagnostik im Hinblick auf sonderpädagogischen Förderbedarf
Möglichkeiten der Förderung:
  • Unterstützung im Klassenunterricht
  • Team-Teaching
  • Gruppenunterricht, Förderung in der Kleingruppe, Einzelförderung parallel zum Unterricht
  • Gemeinsames Erstellen von Lern- und Förderplänen
  • Die Fördereinheiten müssen nicht dem regulären Stundenrhythmus entsprechen.
  • Die Fördereinheiten können klassenübergreifend durchgeführt werden.

2.1.4 Zusammenarbeit mit dem Schulsozialdienst

 Die Lebenswelt Schule stellt für die Kinder einen zentralen Ort der sozialen Interaktion dar.

Die Kinder müssen sich heutzutage mit vielen Problemen, wie Trennung, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Ängsten usw. auseinandersetzen, die sie in ihrer Entwicklung zu einer starken sozialen Persönlichkeit mit eigenständiger, stabiler Identität heranzuwachsen, belasten. Um sie hierbei zu unterstützen, gibt es das Angebot der Schulsozialarbeit. Nur Kinder, die sich respektiert, angenommen und wohl fühlen, können sich sowohl schulisch, wie auch persönlich gesund entwickeln. Die Schulsozialarbeit betrachtet dabei die Kinder in ihrem gesamten Umfeld, versucht bestehende Problemlagen ganzheitlich zu erklären und deshalb mit allen Beteiligten eine Lösungsmöglichkeit zu erarbeiten. Die Beratung, Unterstützung und Begleitung richtet sich an die Schüler, die Lehrkräfte und die Erziehungsberechtigten.

Die Schwerpunkte der Arbeit:

  • Eigene Stärken und Fähigkeiten bewusst machen, um so das Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und die Eigenverantwortung zu fördern
  • Entwicklung eigener Bewältigungsstrategien aufzeigen und fördern
  • Konfliktfähigkeit und konstruktive Lösungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeiten
  • Krisenintervention, betroffenen Schülern eine Rückzugsmöglichkeit und Begleitung anbieten
  • Beobachtung von Interaktionen innerhalb des Unterrichts, um Problemlagen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren
  • Präventive und intervenierende Angebote ( Klassenangebote/ Einzelfallhilfe )
  • Hilfestellung und Beratung von Erziehungsberechtigten bei familiären Sorgen, Erziehungsfragen und außerschulischen Angeboten bzw. Anträge bei Institutionen

Die Angebote sind freiwillig und für jeden offen. Alle Gespräche und Absprachen, die getroffen werden unterliegen, der Schweigepflicht.

 

2.1.5 Zusammenarbeit mit der Schulassistentin

Seit September 2015 ist eine Schulassistentin an zwei Tagen in der Woche am Schulstandort Kollmar beschäftigt. Die Tätigkeit besteht aus vielen verschiedenen Aufgaben. In erster Linie steht sie den Kindern sowohl im Unterricht als auch in der Pause als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Unterricht unterstützt sie die Kinder bei Fragen, die sich während der Arbeitsphasen ergeben. Die Lehrerinnen haben die Möglichkeit, ihr einzelne Kinder oder Kleingruppen zuzuweisen, um mit ihnen vorgegebene Lerninhalte nachzuholen oder zu wiederholen.
An beiden Tagen bietet sie für Jahrgangsstufe 1 und 2 eine Hausaufgabenbetreuung an.
Auch an Ausflügen oder Schulfesten nimmt sie als Betreuung und Unterstützung teil.

2.2. Unser pädagogischer Auftrag

Unser Ziel ist es, neben der geforderten Vermittlung der Lerninhalte des Grundschullehrplanes die Entwicklung vielfältiger Lernprozesse in Gang zu setzen, zu unterstützen und zu fördern. Dazu erwarten wir Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft der Schüler/innen und fordern und fördern sie durch adäquate Lerninhalte. Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Stärkung der sozialen Kompetenzen und das Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Auf diesem Fundament soll sich das Kind zur eigenverantwortlichen, selbstständigen und teamfähigen Persönlichkeit entwickeln, um darauf seinen weiteren Bildungsweg aufzubauen und gute schulische Leistungen zu erbringen.

3.       Die Leitlinien und unsere Schwerpunkte für das Schulprogramm

3.1.    Leitlinie I - Die Schule als Lern- und Erfahrungsraum

3.1.1. Vermittlung von Werten und Kompetenzen

Ein gesundes und gutes Lernklima erfordert für uns Akzeptanz, Toleranz, Motivation, Rücksicht-nahme und gegenseitigen Respekt aller Beteiligten. Da viele verschiedene Lebenserfahrungen und Wertvorstellungen in unserer Schule aufeinander treffen, können gemeinsam getroffene Vereinbarungen helfen, das Miteinanderleben und Miteinanderlernen kooperativ zu gestalten und positive Entwicklungen zu unterstützen.
Wir wollen unseren Kindern dazu verhelfen, sich eine umfassende Allgemeinbildung anzueignen, Werte zu erlernen und ihre Persönlichkeit zu entwickeln.

Dies geschieht, indem die Kinder:

  • Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen
  • sich Methodenkompetenz zur Durchdringung von Sachverhalten aneignen
  • sportliche, künstlerische und musische Interessen entfalten
  • Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, emotionale Stärke und Mut erlangen
  • Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft, Toleranz und Kritikfähigkeit erlernen
  • Verantwortung übernehmen für sich und andere

3.1.1.1.  Ziele für die Entwicklung der Persönlichkeitsstruktur der Kinder und für
              ein soziales Miteinander

In unserem Standort findet man ein außerordentlich gutes Miteinander zwischen den verschiedenen Jahrgangsstufen vor, welches u.a. durch gemeinsame Aktivitäten wie z.B. Sportfest, Projektwochen und AGs begründet ist. Dieses wollen wir auch durch unsere Ziele fördern und erhalten:

  • Neue Schüler werden durch Paten begrüßt und durch das erste Schuljahr begleitet.
  • An unserem Schulstandort sprechen wir uns freundlich, vertrauensvoll und höflich an. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern begrüßen einander in einem netten Umgangston.
  • Wir gehen miteinander so um, dass jeder mitfühlend (sozial) und tolerant handelt und sich für andere einsetzt.
  • Wir respektieren die Andersartigkeit unserer Mitmenschen (z.B. Kleidung, Hautfarbe, Körpergröße, Lerntempo).
  • Wir stärken die Sozialkompetenz (miteinander zusammenarbeiten zu können) durch gegenseitige Schülerhilfe und konsequente regelmäßige kollegiale Beratung untereinander.
  • Konflikte und Meinungsverschiedenheiten treten überall auf. Wir bemühen uns, miteinander nach Lösungen zu suchen und diese gemeinsam umzusetzen, um die auftretenden Konflikte gewaltfrei zu bewältigen. Unser Wunsch ist es, dass die Schüler möglichst selbstständig und gewaltfrei Konflikte lösen.
  • Zur Bewältigung kleinerer Konflikte haben wir u.a. den „Tiger“ und die 3-schrittige-Ärger-Mitteilung, kurz SÄM, etabliert, deren Einsatz wir ausbauen möchten.
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    Tigerkraft, -mut, -wille Kollmar
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    3-Schrittige-Ärger-Mitteilung Kollmar
  • Wir setzen uns dafür ein, dass Jungen und Mädchen, Frauen und Männer gleichberechtigt sind.
  • Wir achten die Persönlichkeit jedes Einzelnen, nehmen seine Beiträge ernst und versuchen ihn zu verstehen.
  • Wir verstärken das Wir-Gefühl und das Verantwortungsgefühl der Schülerinnen und Schüler.
Auf Schulstandortebene versuchen wir unsere Ziele u.a. zu erreichen durch
  • gemeinsame Aktionen und Aufgaben wie z. B.
    • monatliche Projekttage (z. B. Schulwandertag, Sportfest, außerschulische Lernorte etc.)
    • Schulfest / Projektwoche im jährlichen Wechsel
    • vorweihnachtliche Aktivitäten
    • Woche der Höflichkeit
    •  AG´s
  • eine von den Jahrgangssprechern des Schulstandortes eigens erstellte Schülerhausordnung. Diese wird regelmäßig überprüft und hängt an unserer blauen Pinnwand im Eingangsbereich sowie in allen Jahrgangsräumen.
  • gemeinsam entwickelte, an beiden Standorten gültige Regeln für unser Zusammenleben in der Schule:
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    Mein - Dein - Unser Kollmar
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    Fair-Rückt-Regel Kollmar

Alle Beteiligten achten auf deren Einhaltung. Wichtig für die richtige Umsetzung sind uns grundsätzliche Akzeptanz und Toleranz.

Auf Jahrgangsebene versuchen wir unsere Ziele u. a. zu erreichen durch

  • gemeinsam entwickelte Regeln und Dienste
  • gemeinsam erarbeitete Rituale
  • demokratisch gewählte Jahrgangssprecher/Innen als Vertreter/Innen der Schülerschaft in den Jahrgangsstufen 3 und 4
  • einen täglich stattfindenden ritualisierten Morgenkreis

3.1.2. Unser Unterricht

Wir arbeiten zielgerichtet und leistungsorientiert nach den Vorgaben des Lehrplanes des Landes Schleswig-Holstein mit unseren Schüler/innen. Im Rahmen der „Verlässlichen Grundschule“ bieten wir einen gut vorbereiteten Unterricht an. Unterrichtsinhalte werden dabei durch Methodenvielfalt und in unterschiedlichen Sozialformen vermittelt und gemeinsam bearbeitet. Binnendifferenzierung und fächerübergreifender Unterricht, d.h. die Bearbeitung eines Themas in mehreren Fächern, sind Schwerpunkte unserer Arbeit. Die individualisierte Förderung aller Schülerinnen und Schüler ist uns wichtig. 

Was heißt eigentlich Binnendifferenzierung?
Die Kinder arbeiten mit unterschiedlichen Unterrichtsmaterialien, jeweils entsprechend ihres individuellen Lernstandes, und können so entsprechend individuell gefordert und gefördert werden.
Bei der Binnendifferenzierung sollen alle Schüler/innen der Lerngruppe voneinander sowie von den unterschiedlichen Begabungen und Interessen des/r Einzelnen profitieren.
Die Umsetzung geschieht z.B. durch

  • Wochenplanarbeit
  • Gruppenarbeiten
  • Nutzung verschiedenster Lern- und Anschauungsmaterialien
  • Arbeitsaufträge in verschiedenen Schwierigkeitsgraden
  • Arbeitsaufträge in unterschiedlichem Umfang
  • Nutzung der Lernprogramme des PC-Raums
  • Nutzung der Schülerbücherei

Unsere flexible Eingangsphase umfasst die Klassenstufen 1 und 2. Die Kinder können diese Phase in einer Zeit zwischen 1 bis 3 Jahren durchlaufen, die Regelzeit beträgt 2 Jahre. Hierdurch können unterschiedliche Entwicklungsverläufe, aber auch sprunghafte Entwicklungen und das individuelle Lerntempo einzelner Kinder berücksichtigt werden.
Im Vordergrund steht dabei die Binnendifferenzierung.
Zunehmend wichtiger ist, die Kinder individuell angepasst entsprechend ihres persönlichen Leistungsstatus abzuholen und zu fordern und fördern. Kindern, die in bestimmten Bereichen Lernschwierigkeiten haben, machen wir individuelle Lernangebote und helfen so, Schwächen zu überwinden und sichere Lernfortschritte zu ermöglichen. Ebenso sind wir um die Förderung besonderer Stärken und Begabungen unserer Kinder durch entsprechende Individualangebote bemüht.
Wir wollen nicht die Fehler und Schwächen der Kinder in den Vordergrund stellen, sondern die individuellen Stärken und Neigungen der Kinder betonen und fördern. Lob und Anerkennung sollen stets Motivation und Ansporn sein.  

Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben des Erziehungs- und Bildungsgesetzes gestalten wir Lehrkräfte den Unterricht individuell und bringen uns als Persönlichkeit ein. So können wir kreativ und effektiv nach unseren Richtlinien arbeiten.
Gesprächsregeln werden gemeinsam entwickelt und eingehalten.
Wir versuchen weiterhin, die individuelle Lernentwicklung jedes Kindes durch Binnendifferenzierung zu fördern und zu fordern.
Im Rahmen der Unterrichtsarbeit legen wir großen Wert auf die Zusammenarbeit der Kinder untereinander mit wechselnden Partnern und in Gruppen.
Schülerhilfe geht vor Lehrerhilfe.
Unser Unterricht findet verstärkt im Klassenraum und im weiteren schulischen Umfeld der Kinder statt. Außerschulische Lernorte wie Museen, Zoos, Planetarium, Obsthof der Umgebung, Eislaufhalle etc. werden im Rahmen unserer Möglichkeiten aufgesucht.
Bei unserer Unterrichtsplanung und -durchführung legen wir großen Wert auf selbstständiges, verantwortungsvolles und eigeninitiatives Handeln.

So sieht das z. B.  in der Praxis aus:

  • Fächerübergreifender Unterricht: Hier wird ein bestimmtes Thema in verschiedenen Fächern behandelt.
  • Teilnahme an Projekten und Programmen wie
    • "Mathe macht stark" und "Lesen macht stark" (Jg. 1/2)
    • Klasse 2000
    • Antolin (Jg. 1 - 4)
    • Leserabe(Jg. 1/2)
    • Mathematik-Wettbewerb „Känguru“ (Jg. 3/4)
    • Zisch – Zeitung in der Schule (Jg. 4)
    • plattdeutscher Lesewettbewerb (Jg. 3/4, alle 2 Jahre)
  • Einsatz von ansprechenden Lern- und Arbeitsmaterialien zusätzlich zu den Lehrwerken,    z. B. Logico, LÜK
  • Nutzung von anschaulichen Hilfsmitteln und Übungsmaterial
  • Einsatz verschiedener Medien von Lektüren bis zum PC-Programm
  • Arbeitsformenwechsel zwischen Einzel-, Partner und Gruppenarbeit
  • Nutzung von Bücherkisten und der hauseigenen Bücherei

3.1.3. Zusammenarbeit zwischen Kollegium, Schulleitung und Eltern

Wir Lehrkräfte arbeiten ständig zusammen und nehmen uns Zeit für den wichtigen Austausch und die gemeinsame, kontinuierliche und positive Weiterentwicklung unseres Unterrichts und des Schullebens. Dazu gehören Lehrerkonferenzen ebenso wie der informelle und spontane Austausch,  die kollegiale Beratung untereinander, die Weitergabe von Materialien, kooperative Absprachen und die gemeinsame Organisation von Festen und Projekten. Auch regelmäßige Gespräche zwischen Schulleitung, Personalrätin, Kollegium und Gesamtelternbeirat sind uns sehr wichtig.
Fort- und Weiterbildung finden innerhalb und außerhalb des Kollegiums sowie durch zwei unterrichtsfreie Schulentwicklungstage pro Schuljahr statt. Wir engagieren uns in der Lehrerausbildung (Praktika, ggf. Referendariat) und sehen darin eine große Bereicherung für unsere Unterrichtsarbeit.
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrkräften findet kooperativ nicht nur auf der Basis der schulgesetzlichen Grundlagen wie Elternabenden oder Schulkonferenzen statt. Alle Eltern können sich außerdem auf vielfältige Weise in die Arbeiten unseres Schulstandortes mit einbringen, z. B. in AGs wie zurzeit der Sport-AG und Kunst-AG, als Lesepaten, bei Projekten, Schul- und Sportfesten.
Die Schulleitung und die Schule informieren über alle wichtigen Ereignisse.
Außerdem besteht die uneingeschränkte Bereitschaft von Schulleitung und Lehrkräften für individuelle Elterngespräche.

3.1.4. Überprüfbarkeit / Evaluation

  • Schulspiel: einige Monate vor Schuleintritt werden die zukünftigen Schulkinder zu einem Schulspiel im fiktiven Klassenverband eingeladen. Die Ergebnisse des Schulspiels werden bei Bedarf den Eltern und Erziehern mitgeteilt.
  • „Mirola“: einige Wochen nach Schuleintritt wird der Lern- und Entwicklungsstand der neueingeschulten Kindern mit Hilfe des Mirola-Verfahrens festgestellt. Die Ergebnisse werden bei Bedarf den Eltern mitgeteilt.
  • Prävention: In der Eingangsphase werden wir als Schulstandort von einer Förderschullehrkraft unterstützt, die Schüler fördert und Lehrkräfte berät.
  • „Lesen macht stark“, „Mathe macht stark“: Unsere Schule ist eingetragene Projektschule für diese Programme, in denen die Schüler regelmäßig in ihren Lernstand überprüft werden. So kann eine gezielte Förderung und Forderung stattfinden.
  • bundesweit verbindlich vorgegebene Vergleichsarbeit „VERA“ in Deutsch und Mathematik in Lerngruppe 3 als übergeordnetes Instrument zur externen Evaluation
  • Für Kinder mit Förder- oder Forderbedarf erstellen wir bereits ab der Eingangsphase individuelle Lernpläne, die in Elterngesprächen vorgestellt werden.
  • Für Kinder mit anerkanntem sonderpädagogischem Förderbedarf wird ein Förderplan durch eine sonderpädagogische Fachkraft erstellt.
  • Ausblicke und Einblicke auf Elternabenden
  • Gemeinsame Zeugnis-Gespräche zwischen Lehrern, Eltern und Schülern
  • im Bedarfsfall Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen
  • jährliche Rückmeldung der Lehrkräfte der weiterführenden Schulen an die Lehrkräfte der Grundschule

 

3.2.    Leitlinie II - Gesundheitserziehung

3.2.1. Gesundheitserziehung am Standort Kollmar

Unser Ziel sind gesunde Kinder, denn wer gesund ist, ist stark und fähig ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Auf Grundlage unserer Lehrpläne wollen wir den Kindern vermitteln, dass Gesundheit wichtig und gesundes Verhalten lernbar ist. Schwerpunkte unseres ganzheitlichen Ansatzes sind die Entwicklung der Körperwahrnehmung, der sozialen Kompetenzen, des Selbstwertgefühls, der kritische Umgang mit Drogen, Genussmitteln, Werbung und neuen Medien sowie die Schaffung eines gesundheitsfördernden Umfeldes. Eine positive Einstellung zur Gesundheit und eine kritische Haltung zu gesundheitsschädigendem Verhalten bilden zusammen eine wirksame Vorbeugung gegen eine mögliche Sucht. Sucht- und Gewaltprävention werden zunehmend existenzieller, auch im Bereich der Grundschule.
Deshalb sind Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung fester Bestandteil im fächerübergreifenden Unterricht unserer Schule.

3.2.2. Umsetzung

Die konzeptionelle Umgestaltung des Schulhofes berücksichtigt unter dem Aspekt „Bewegungsanreize schaffen“ die Gesundheitsförderung.
Bewegungspausen draußen auf dem Schulhof nach jeder Unterrichtsstunde bieten einen Ausgleich zwischen geistiger und körperlicher Tätigkeit z. B. mit Hilfe von

  • Pausenfahrzeugen
  • Torwand
  • Kletterwand
  • Wackelbalken und Klettergerüst
  • Pausenspielzeugen aller Art

Der Sportunterricht in allen Klassenstufen wird zeitlich voll umfänglich erteilt und am Schuljahresende durch ein Sportfest beider Standorte gekrönt.
Des Weiteren existiert seit 2006 eine Sport-AG.
Zusätzlich beteiligen wir uns nach Möglichkeit an außerschulischen sportlichen Aktivitäten wie dem Holcim-Cup oder dem NOK-Staffelmarathon.
Auf Wunsch der einzelnen Klassen kann mit  der Anmeldung zum bundesweit anerkannten Präventions- und Gesundheitsprojekt „Klasse 2000“ die konkrete Umsetzung der Gesundheitserziehung und Suchtvorbeugung noch mehr unterstützt werden. Praxiserprobtes Unterrichtsmaterial sowie Informationen und Anregungen für Eltern werden dabei von der Organisation „Klasse 2000“ im Laufe von 4 Schuljahren zur Verfügung gestellt. Unterstützt werden die Lehrerinnen durch gezielt ausgebildete Gesundheitsförderer. Nach Absprache innerhalb der Elternschaft auf den Elternversammlungen wird über die Teilnahme und Finanzierung des Projektes entschieden.

3.2.3. Überprüfbarkeit

  • Sportunterricht wird regelmäßig erteilt.
  • Durchführung des internen Sportfestes unserer Schule zum Schuljahresende
  • Durchführung einer Sport-AG
  • nach Möglichkeit Teilnahme am Handball-Wettkampf Holcim-Cup und dem NOK-Staffelmarathon
  • Die Durchführung des Projektes Klasse 2000 wird für die teilnehmenden Klassen regelmäßig beobachtet und rückgemeldet.

3.3. Jahresplan - Höhepunkte in unserem Schuljahr

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Jahresplan


4.    Ziele

4.1  Gemeinsame Ziele beider Standorte

Für beide Standorte gültig wurden folgende mittelfristige Ziele vereinbart:

  • Der fachliche und pädagogische Austausch der einzelnen Lehrkräfte innerhalb der Fachkonferenzen und der Parallelklassen soll intensiviert werden.
  • Es sollen standortübergreifende Projekte und Aktivitäten erhalten bleiben (z. B. Plattdeutscher Lesewettbewerb, Holcim-Cup).
  • Die Durchführung und die Ergebnisse des Beobachtungsverfahrens zum Erfassen der Lernvoraussetzungen der zukünftigen Schulanfängerinnen und Schulanfänger (Mirola) sollen evaluiert werden.
  • Das Schulbegleitprojekt „Niemanden zurücklassen“ soll mit den beiden Projekten „Lesen macht stark“ und „Mathe macht stark“ fortgeführt werden.
  • Die Konfliktbewältigungsstrategien „Tiger“ und „SAM“ sollen fortlaufend umgesetzt werden.

4.2  Unsere Ziele für den Standort Kollmar

Wir wollen

  • Verantwortungsbewusstsein, Sozialkompetenz, Eigeninitiative und die Selbstständigkeit unserer Schülerinnen und Schüler stärken durch die Strategien „Tiger“ und „SAM“, die Woche der Höflichkeit, die Wahl von Jahrgangsvertretern und dem Präventionsprogramm Klasse 2000.
  • die Kinder durch jahrgangsübergreifendes Lernen stärken (Patenschaften, Helfersysteme, Partnerarbeit und Kooperation entstehen; ältere Schüler werden zu Experten und Lernhelfern für jüngere, diese profitieren von deren Kenntnissen und dem Wissen und erlernen gleichzeitig auch wirkungsvolle Lernmethoden)
  • die Teilnahme an aktuellen Projekten und Programmen fortführen (z. B. Känguru)
  • Arbeitsgemeinschaften unterstützen, auch als Angebote von Eltern und im Projektunterricht
Unseren Schwerpunkt setzen wir darin, die Kinder zukünftig noch intensiver in ihren Stärken zu fördern und zu unterstützen und sie stark zu machen für ihre weitere Schullaufbahn nach der Grundschule.
Durch die geringe Größe unseres Schulstandortes bieten sich Möglichkeiten und Vorhaben, deren Umsetzung an größeren Schulen unmöglich wäre. Daher wird sehr viel Energie und Einsatzbereitschaft der Schulleitung, Lehrer und Eltern in den Ausbau dieser Möglichkeiten gesteckt um diese Attraktivität beizubehalten.
Es gibt nichts Gutes,
außer man tut es!


(Erich Kästner)

 

 

5.    Impressum

Schule am Deich
Standort Kollmar
Schulstraße 97
25377 Kollmar

Telefon: 04128 208            
Fax: 04128 9640

Mail: grundschule.kollmar@schule.landsh.de

Das Schulprogramm Schule am Deich – Standort Kollmar wurde erstmals im Jahr 2002 in Zusammenarbeit von Schulleitung, Kollegium und Elternvertretern erstellt und seitdem vielfach überarbeitet und fortgeschrieben.
In seiner aktuellen Fassung wurde das Schulprogramm zuletzt auf der Schulkonferenz am 04.12.2017 verabschiedet.