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Bildung - Hilfestellung beim Berufseinstieg

Anna Brüggmann unterstützt in Glückstadt Schüler bei der Ausbildungsplatzsuche. Kreisweit sind fünf so genannte Coaches im Einsatz.

von shz.de
07. November 2017, 04:46 Uhr

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Engagierte Helferin bei der Berufswahl für die Schüler der Elbschule: Coach Anna Brüggmann. © Jörgens

Dass die Berufswahl für junge Erwachsene immer noch ein schwieriges Thema ist, damit wird Anna Brüggmann fast täglich konfrontiert. Sie ist eine von fünf so genannten Coaches, die sich im Kreis Steinburg darum kümmern, dass Schüler, die noch ohne berufliche Orientierung sind, ihren Stärken und Neigungen entsprechend einen Ausbildungsplatz finden. Dazu hat das Ministerium für Schule und Berufsbildung ein Handlungskonzept entworfen, das vor allem Schülern, die den ersten allgemeinen Schulabschluss, aber auch den mittleren Schulabschluss anstreben und noch nicht wissen, was danach für sie in Frage kommt, Hilfe an die Seite stellt.

„Das Ziel des Ministeriums ist es, dass weniger Schüler keinen Ausbildungsplatz finden oder die Ausbildung abbrechen, weil ihnen das Berufsfeld einfach nicht liegt“, erklärt Anna Brüggmann. Sie ist unter anderem in Glückstadt an der Elbschule tätig. Seit einem Jahr kümmert sie sich vor allem um die Abgangsschüler, die einen erhöhten Förderbedarf haben. Sie selbst hat nach der Schule zunächst eine Ausbildung zur Augenoptikerin gemacht und sich anschließend zur Erzieherin ausbilden lassen. Somit kennt sie sowohl den Weg in die Wirtschaft, ist aber auch im Umgang mit Kindern und Jugendlichen geschult und kann ihnen ihre eigenen Erfahrungen weitergeben.

Die Betreuung der Schüler beginnt zunächst mit einer Analyse der eigenen Fähigkeiten und Vorlieben. „Erst dann schauen wir, welche Berufe in Frage kommen könnten und wie die Ausbildung in diesen Berufen dann aussieht“, erklärt Brüggmann weiter. Rund ein Jahr lang begleitet sie die Jugendlichen auf ihrem Weg in die Ausbildung, organisiert gemeinsam Termine bei der Berufsberatung und fährt auch mit ins Berufsinformationszentrum BIZ.

Schüler mit erhöhtem Förderbedarf kommen sogar für zwei Jahre in den Genuss des Coachings. „In dem einen Jahr, in dem ich jetzt auf diesem Feld tätig bin, habe ich bereits ein gutes Netzwerk aufgebaut, weiß auch, wohin ich bei bestimmten Fragestellungen verweisen kann“, freut sich die engagierte junge Frau. Auch die Vorbereitung von Berufsmessen mit den Jugendlichen fällt in ihren Arbeitsbereich. In Glückstadt hat sie gerade mit den Schülern den Markt der Berufe in der Sporthalle der Elbschule vorbereitet und damit wieder einige Jugendliche auf ihrem Weg in den Beruf ein kleines Stück vorangebracht.

– Quelle: https://www.shz.de/18257881