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Poetry Slam – Workshop

Am 23.09.19 waren wir, die 8b, zu Besuch in der Stadtbücherei. Anlass war ein Poetry Slam – Workshop mit dem Profi-Slammer Wehwalt Koslovsky aus Hamburg.

Zuerst erklärte Wehwalt uns, was Poetry Slam eigentlich ist, was erlaubt ist, was nicht – schnell merkten wir, dass eigentlich so ziemlich alles erlaubt ist, was die Sache schon mal ein wenig einfacher machte. Auch die Rechtschreibung sollte ausnahmsweise mal gar keine Rolle spielen. 

Bevor wir an der Reihe waren, stellte er uns einen seiner eigenen Texte vor, der uns schwer beeindruckte. Mit dieser Inspiration ging es dann ans Schreiben. Einigen fiel es viel leichter als gedacht und als die erste Pause anstand, waren die meisten noch so in ihren Schreibprozess vertieft, dass sie am liebsten gleich weiter gemacht hätten.

Im zweiten Teil des Workshops ging es um das Vortragen des Textes. Zuerst lernten wir, wie man das Mikro richtig einstellt und wie man Stimme und Körper nutzen kann, um den Text besonders anschaulich rüberzubringen. Keiner wurde zur Präsentation gezwungen, letztendlich haben sich aber viele SchülerInnen freiwillig entschieden, ihren Text vorzustellen. Alle Texte kamen sehr gut an und insgesamt waren wir uns einig, dass es eine tolle Erfahrung war. 

Um einen kleinen Einblick in unsere Arbeit zu bekommen, steht hier ein sehr gelungener Text von Lennox Diercks.

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Lennox Diercks beim 'Slamen' © Elbschule Glückstadt
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Die Klasse beim Schreiben eigener Texte. © Elbschule Glückstadt
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Die Klasse beim Poetry Slam. © Elbschule Glückstadt

Glück ist eine Entscheidung

Die Welt dreht sich in Lichtgeschwindigkeit

und es gibt kaum noch reale Zeit.

 

Viel mehr spielt das Leben zwischen gestern und morgen

oft unterstrichen durch Ängste und Sorgen,

durch Unzufriedenheiten, alltägliche Pleiten,

die dazu führen, dass wir mit unseren Freunden streiten.

 

Doch hier steht ein klares Schild, auf dem steht „Nein!“

Oder willst du wirklich das Opfer solcher Umstände sein?

 

Glück ist eine Entscheidung, da glaube ich dran,

doch es fängt wie immer bei uns selber an.

 

Es ist wie eine Aufgabe, wie alles im Leben.

Du bekommst viel, aber du musst auch etwas geben.

 

Es gibt keinen Knopf, den du drücken kannst

und somit automatisch Glück erlangst.

 

Es ist deine Entscheidung, wie du über Dinge denkst,

worauf du deinen Fokus lenkst,

auf die Dinge, die du alle hasst oder die, die gut gelaufen sind,

oder auf die, bei denen etwas nicht stimmt.

 

Es ist deine Welt, die du gestaltest,

deine Träume, die du verwaltest,

deine Beziehungen, die du lebst,

und deine eigenen Wege, die du gehst.

 

Du kannst sie so voller Liebe beschreiben 

und positive Stimmung verbreiten,

dadurch Aufmerksamkeit verdienen

oder vor deinen Ängsten fliehen.

 

Beides liegt in deiner Macht. Ich schließe mich mit ein,

doch meine Entscheidung ist es, dann doch besser glücklich zu sein.

Und euch mit meinen Worten zu motivieren,

das gleiche auch für euch als Ziel zu definieren.

 

Lasst uns viel öfter glücklich sein

und zusammen geht es besser als allein.

 

Die Welt braucht lieber mehr Liebe und Zusammenhalt

als Gegenpol zu Neid, Hass und Gewalt.

Aber Frieden und Liebe fängt im eigenen Umfeld an.

 

Also gehen wir die Sache an.